Projekt

Hier ein kleines Interview mit Grit Ruhland und Ulrike Sowodniok aus dem Buschfunkradioarchiv – entstanden am U-Bhf Alex, während einer Pause in der ersten Aufführung am 31.10.2010, nachdem Ole Garrels zufällig und spontan am Halleschen Tor auf den U-Bahn-Geräusch-Chor stieß:

Projekt in U10

Von Juni – Oktober 2010 trafen sich insgesamt ca 35 Leute. In Hörübungen und Hörspaziergängen näherten sie sich zunächst den verschiedenen, durch den Verkehr verursachten Geräuschen: Bremsen und Anfahren der U-Bahn im Bahnhofsbereich, Ansagen am Bahnsteig, Ton-Signale, das Laufen und Sprechen der Menschen, Handyklingeltöne, die Geräusche des Fahrkartenautomaten, Abstempeln der Fahrkarte und so weiter. Wie reagiert man darauf? Mitsingen, Nachsprechen, im Intervall singen, einfach improvisieren oder Stücke komponieren? Der U-Bahn-Geräusch-Chor erforschte seine Umwelt und hat für das poetische Element der Technik sensibilisiert.

Tonaufnahme vom Finale 30.10.2010 / U-Bhf-Stadtmitte

Tonaufnahme by Martin Backes (aconica) http://aconica.de/

Gründung

Der Geräusch-Chor entstand als Teil der Projektreihe „U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück“. Grit Ruhland hatte sich für den Wettbewerb mit dem Vorschlag zur Gründung des U-BAHN-GERÄUSCH-CHORs beworben – einem gemischten Chor, der sich mit der Wahrnehmung, Verarbeitung und Interpretation von U-Bahn-Geräuschen beschäftigt. Die Arbeitsgruppe U10 der NGBK alias Sofia Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page entschieden sich u.a. für dieses Konzept und so wurde der U-BAHN-GERÄUSCH-CHOR mit ihrer Unterstützung im Juni 2010 ins Leben gerufen.

Noch in der Gründungsphase fand sich Ulrike Sowodniok als Mitstreiterin hinzu. Mit ihrem Wissen als Klangkünstlerin, Musikerin und Stimmpädagogin wurden über mehrere Monate hinweg „Übersetzungen“, Stücke, Kanons und Gesten erarbeitet, die zum „Finale“ am 30.10.2010 in einer mehrstündigen live-Aktion im Berliner U-Bahn-Netz mündeten.

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